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Autor: Catrin Pötzsch
Artikel vom 30.07.2019

Zeitreise geglückt

Die Feuershow
Die Feuershow
Der Zauber zog nicht nur Kinderaugen in seinen Bann
Der Zauber zog nicht nur Kinderaugen in seinen Bann

Beim Besuch auf dem ersten Mittelaltermarkt in Möckmühl bei „Möckmühl anno 1519“ am 20. & 21. Juli fühlten sich viele Besucher um 500 Jahre in der Zeit zurückversetzt. Anlass des Marktes war die Belagerung von Möckmühl und Verhaftung von Götz von Berlichingen auf der Möckmühler Burg durch den Schwäbischen Bund vor 500 Jahren.

Zahlreiche Landsknechtlager waren angereist und zelteten im historischen Lager unterhalb der Stadthalle. Hier wurde das Lagerleben wie damals im Mittelalter geführt – auch wenn ein bisschen Moderne in Form von WCs und Duschen in der Stadthalle bei den Lagernden willkommen waren.Die Altstadt bildete die perfekte Kulisse für den Mittelaltermarkt, der größtenteils auf dem Oberen und Unteren Marktplatz sowie rund um die Kirche stattfand. Zahlreiche Händler boten ihre Waren feil, verschiedene Handwerker wie zum Beispiel Schmied, Steinmetz oder ein historischer Drucker zeigten ihr Können und an den Versorgungsständen lockten viele Gaumenfreuden. Ein abwechslungsreiches Programm sorgte für Kurzweil bei den Besuchern und da sich die Programmpunkte im Laufe des Wochenendes wiederholten, hatte man die Chance, vieles zu sehen und mitzuerleben. Die Kinder wurden bestens von William dem Zauberer unterhalten, konnten in der Kinderbackstube backen und beim Drucker eigene Bilder drucken. Der Gaukler Willis bespaßte Groß und Klein und mit seiner Feuershow am Samstagabend sorgte er für viele staunende und überwältigte Gesichter.

Im Museumshof erklärten die Scharfrichter Supplicium Malum wie man im Mittelalter „die Wahrheit“ aus den Bürgern quetschte. Musikalisch sorgten abwechselnd die Spielleut Quercus und Eva die Harfennachtigall für gute Unterhaltung. Die Federfechter, die auch am Jagstufer ihr Lager aufgeschlagen hatten, zeigten ihr Können bei manchen Gefechten auf dem Oberen Marktplatz. Samstags traten auch die Fahnenschwinger aus Möckmühls Partnerstadt Cherasco auf, die sehr gut beim Publikum ankamen. Highlight des Wochenendes war die Belagerungsszene und Nachstellung der Verhaftung von Götz von Berlichingen. Viele der Landsknechte und Rittersleut, aus den Lagern am Jagstufer, unterstützen und kämpfen bei der Belagerung mit – entweder auf Seiten des Götz oder für Florian Geyer, der den Amtmann letztendlich verhaftete. Ein herzliches Dankeschön geht nicht nur an die teilnehmenden Ritter, Landsknechte und Lagergruppen sondern voll allem an Bernd Raabe und Karlheinz Wozniak, die in die beiden Hauptrollen schlüpften und die Besucher gekonnt in die Vergangenheit entführten.

Die Mitarbeiter des Heimatkundlichen Arbeitskreises vervollständigten das mittelalterliche Angebot, in dem sie samstags den Hexenturm und sonntags das Heimatmuseum für die Besucher öffneten und sich über zahlreiche Gäste freuten. Sonntags fanden zudem Märchenlesungen für Erwachsene im Hexenturm statt. Angela Tatti, tiefenpsychologische fundierte Lebens-, Paar- und Erziehungsberaterin, erklärte und deutete den „Froschkönig“ mal auf ganz neue Weise. Ein Angebot, das ebenfalls sehr gut von den Besuchern angenommen wurde und daher auch im September wiederholt wird.Insgesamt lockte der Mittelaltermarkt über 4.500 Besucher nach Möckmühl, zusätzlich zu über 200 Lagernden und Mitwirkenden – für das erste Mal eine beachtliche Zahl.

Danke!

Ein herzliches Dankeschön geht an die Mitarbeiter des Möckmühler Bauhofs, die mit viel Arbeit im Vorfeld und danach für ein gelungenes Fest sorgten. Außerdem ein großes Dankeschön an die vielen Gastfamilien, die die Fahnenschwinger aus Cherasco bei sich aufgenommen haben. Auch an die Anwohner in der Innenstadt, die durch den Markt teilweise nur über Umwege nach Hause kamen, geht ein Dankeschön für ihr Verständnis. Danke an die vielen Landsknechtsgruppen und Ritter die am Jagstufer gezeltet und damit Einblick in das mittelalterliche Leben gewährt haben und den Markt und das Wochenende mit ihrer Anwesenheit und Mitwirken deutlich bereichert haben. Und zu guter Letzt ebenfalls danke an den Heimatkundlichen Arbeitskreis und die Mitarbeiter an den Kassen für ihr Mitwirken und die Unterstützung.