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Viertagereise in die Partnerstadt Cherasco

Artikel vom 15.10.2019

Die Fahrten in die Partnerstadt sind seit der Gründung 2001 Tradition. Regelmäßig startet eine Gruppe Möckmühler (meist auch mit Gästen aus anderen Orten) zu einem Besuch in die Partnerstadt. In diesem Jahr fand die Reise vom 3. – 6. Oktober statt.

 

Frei nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ führte die Anreise in zwei bekannte italienische Orte. Stopp eins fand in Como statt. Die größte Stadt der schweizerisch-italienischen Metropolregion Tessin am gleichnamigen See wird oft „links liegen gelassen“ auf der Reise in den Süden. Ein Abstecher lohnt sich - ein Kaffee am See, ein Spaziergang durch die zahlreichen sehenswerten Plätze und vor allem der Dom hinterlassen einen sehenswerten Eindruck.

 

Stopp Nummer Zwei führte am Freitag nach Mailand, der Hauptstadt der Lombardei. Vor allem der Mailänder Dom, er gilt heute als flächenmäßig drittgrößte Kirche der Welt, beeindruckt jeden Besucher der Stadt, auch beim zweiten oder dritten Mal. Die von  Giuseppe Mengoni erbaute Galleria Vittorio Emanuele II, die älteste überdachte Einkaufspassage der Welt, besticht durch ihre unglaubliche Dimension. Die Designer-Boutiquen schaute sich Otto-Normal-Möckmühler meist nur von außen an, der Mangel an Preisschildern in den Auslagen war wohl die Ursache.   Eher schlicht kommt das weltberühmte Teatro alla Scala daher. Seine Grandiosität erfährt man erst bei einem Blick ins Innere, der aber den Rahmen einer Stadtführung gesprengt hätte. Zwei gute Stunden zum Bummeln blieben bevor der Weg sich am späten Nachmittag seinem endgültigen Ziel näherte. 

Unsere Partnerstadt hieß uns mit einer Einladung ins Hotel Il Campanile, im Teilort Veglia, ca. 10 Km von Cherasco entfernt, zum Abendessen willkommen. Neben Vertretern des Gemeinderates waren dort auch Partner der französischen Partnerstadt Villar sur Var anwesend. Bemerkenswert bleibt in Erinnerung, dass Sergio Barbero, der Vertreter für Städtepartnerschaft in Cherasco in seiner Begrüßung feststellte, dass die Möckmühler Partnerschaft die lebendigste der fünf Städtepartnerschaften von Cherasco ist. Das liegt wohl zum einen an den regelmäßigen Reisen von Gruppen nach Cherasco aber auch an dem zur guten Tradition gewordenen Schüleraustausch zwischen unseren Städten. Am Ende eines erlebnisreichen Tages durfte die Gruppe einen ersten Eindruck der ausgezeichneten piemontesischen Küche genießen. Regional und nach überlieferten Rezepten zubereitet wurden sechs wohlschmeckende Gänge serviert.

Der Samstagvormittag war Cherascos Innenstadt gewidmet. Wer das erst Mal dort war, konnte sich einer kleinen Stadtführung anschließen. Wer Cherasco aus früheren Besuchen kannte, nutzte die Zeit für einen Kaffee oder einen kleinen Shopping-Bummel, denn in Cherasco haben die Schaufensterauslagen Preisschilder. 

Der Besuch war von dem Ziel geprägt, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen möglichst vielseitigen Eindruck von der Kultur der vielfältigsten und produktivsten Provinz Italiens – dem Piemont bekommen. In erster Linie gehört dazu, Essen und Trinken der Region kennenzulernen und zu genießen.

Wein ist das Gold der Region. Um Cherasco, in der Langhe, entstehen weltberühmte Sorten. Die bekannteste von allen ist Barolo. Aber auch Barbera, Dolcetto und Arneis sind Inbegriffe edlen Weines. So war auch in diesem Jahr das Testen von Weinen ein Muss für den Reiseplan. Der Winzerhof Sciulun von Franco Conterno, mitten in den Hügeln der Langhe gelegen, empfing die Reisegruppe und bewirtete unter freiem Himmel mit traumhaftem Blick in die grünen Weinhügel. Bei wunderbaren 24 Grad, die Ruhe und Erhabenheit der Landschaft auf sich wirken lassend, genossen wir ansonsten schnell essenden Deutschen ein weiteres Mal die Gemütlichkeit des italienischen „La dolce vita“.

Der Rückweg nach Cherasco führte die Gruppe noch ins berühmteste Dorf des Piemont, nach Barolo. Der Ort gibt dem weltberühmten Wein seinen Namen.

Der schon letzte Abend der viertägigen Reise sollte noch ein weiteres Mal dem Genuss der piemontesischen Küche gewidmet sein. In einem Spitzenrestaurant von Cherasco nahmen wir ein eigens für uns zusammen gestelltes Menü mit typischen piemontesischen Spezialitäten ein. Von Vitello tonnato über Risotto, Agnoletti (Teigtaschen), bis hin zu in Barbera gegartem Rind und einem süßen Bunet (Löffel-Dessert) durften wir einen bleibenden Eindruck von der Küche unserer Partnerstadt mit nach Hause nehmen.

Reisen bildet – und es bringt Menschen zusammen. Das durften wir auch in diesem Jahr erleben. Denn ein sehr schöner Nebeneffekt der Städtefahrten ist, dass sich Möckmühlerinnen und Möckmühler näher kennenlernen. Damit wird auch unsere Gemeinschaft entwickelt. Und kennengelernt haben sich dieses Jahr wieder einige, die sich vorher vielleicht nur flüchtig gegrüßt haben. Gemeinsam Lachen, Essen, Erleben – und gemeinsam mit schönen Erinnerungen nach Hause kommen – das war Ziel. Und es hat sich (hoffentlich für alle) erfüllt.

 

Weitere Impressionen von der Reise finden Sie in der Bildergalerie

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